FUSSBALL VON DAMALS



Bild: In Aktion. Hannes Schneider (li.) spielte im Dress des SV Hundsheim in der Regionalliga Ost gegen den ASK Klingenbach.
"Ich als Erz-Rapidler bin halt wirklich früh bekehrt worden", lacht einer der talentiertesten nordburgenländischen Kicker der letzten Jahrzehnte, Hannes Schneider, wenn er an seine fußballerischen Anfänge denkt. Der Frauenkirchner wurde in seiner Jugendzeit von verschiedenen Großklubs heftig umworben. Ob Vienna, Sportklub, Admira oder Austria. Sämtliche Wiener Vereine waren am Supertalent dran. Die Wahl fiel letztlich auf die Veilchen. "Vor allem weil Branko Elstner sich am meisten um mich bemüht hat und das beste Umfeld bot." Und es waren gerade Momente im Austria-Dress, die sein fußballerisches Leben prägten.
Etwa die Schlachtgesänge von 60.000 wirbelnden Fans im ausverkauften Ernst Happel-Stadion: Eine Euphorie und Gänsehautstimmung, die Hannes Schneider als violetter Nachwuchskicker am Spielfeld selbst miterlebt hat. "Wir hatten mit dem Austria Nachwuchs das Vorspiel zwischen AC Milan und Ajax Amsterdam bestreiten dürfen."

Der Sturmtank kehrte an den "Geburtsort" zurück

Trotzdem verließ das Supertalent Wien und kehrte nach Frauenkirchen zurück. Dort sorgte er in der SC-Kampfmannschaft trotz seines jungen Alters für Furore.
Der Lohn: Aufstieg des SC in die Burgenlandliga. Auch seinen schönsten Treffer hat er in seiner Frauenkirchner Zeit gemacht. "Eine Flanke von Christian Hadarits habe ich damals volley mit links im rechten Kreuzeck versenkt." Und auch sein erstes fußballerisches Vorbild hat er in seinem Heimatort kennengelernt: Robert Weisz. Der Super-Sturmtank des SC Frauenkirchen.

Sprung nach Hundsheim in die Regionalliga

Seine starken Leistungen blieben aber auch in der "Fußball-Provinz" nicht unbemerkt. Verschiedene Vereine klopften beim Mittelfeldmotor an. Doch gerade als ein Wechsel zu Regionalligisten Bruck an der Leitha praktisch fixiert war, machte ihm ein Kreuzbandriss beim Abschlusstraining einen Strich durch die Rechnung.
Der Transfer platzte, doch Schneider kämpfte sich dennoch über verschiedene Stationen wie Halbturn, Tadten oder Andau und harten Jahre mit vielen Verletzungen in die dritthöchste Spielklasse nach Hundsheim vor. Dort geigte er nochmals richtig auf und schoss Tore wie am Fließband. "In der dritten Cup-Runde konnte ich per Kopf einen ganz wichtigen Treffer gegen Klingenbach machen." Ein Tor und eine Leistung, die Schneider beinahe sogar in die zweite Bundesliga katapultierten. Doch er entschied sich gegen den Gang in die Steiermark und für eine Rückkehr aus familiären Gründen nach Andau. Nach kurzem Gastspiel in Zurndorf hängte Schneider noch vor seinem 30. Geburtstag die Fußballschuhe an den Nagel.


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